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Hindernis: Krankheit


Lesedauer: 2:25 Minuten 


Ja, shit happens.. früher als gedacht.

Natürlich spielt sich jetzt ein Szenario in meinem Kopf ab, so als wäre die Motivation des ganzen Jahres dahin. 

 

Jedenfalls..

Eine Kategorie meiner diesjährigen Ziele ist Move und beinhaltet unter anderem Yoga. Diese "Sportart" habe ich schon letzten Januar für mich entdeckt, aber du kannst es dir sicher schon vorstellen: hab' es schleifen lassen. Ende Dezember habe ich mit einer 30-Tage-Yoga-Challenge angefangen. Zusätzlich hatte ich noch ein Bauchworkout eingeplant, woran die Yoga Sessions geknüpft habe, weil ich mir dachte "ach, wenn du schon mal auf der Matte liegst..", generell habe ich am Blog gearbeitet und letztendlich, habe ich einen Nebenjob gefunden . 

 

Ich hab so intensiven Gefallen an dieser Routine bzw. Challenge gefunden, dass ich nur noch die letzte Woche vor mir hatte um meinen ersten kleinen Erfolg zu feiern. Als ich die Woche, vor Beginn des Nebenjobs dann plötzlich eine Nagelhautentzündung bekommen habe. Ich hatte sowas noch nie, deswegen ging ich davon aus, dass es von alleine weg geht.. Übers Wochenende konnte ich mir nur mit Hausmitteln wie Kokosöl helfen, welches die Stelle ausgetrocknet hatte. Was mir wieder die Hoffnung gab, dass es von alleine weg gehen würde.

 


So, Montag Früh im Büro -keine 10 Minuten auf der Arbeit- als plötzlich mein Kreislauf schwach wurde und kurze Zeit später nach Hause und zum Arzt ging. Das Ende der Geschichte: seitlich längst runter, ein Stück Nagel weniger und die Empfehlung eine ganze Woche Krankenschein. Mein Workaholic in mir schrie: "Neeein, nicht jetzt so kurz vor dem ersten Arbeitstag!" Demnach.. war ich nur zwei Tage zuhause und bin den Rest der Woche im Büro und beim Nebenjob rum gehumpelt! 

 

Was mir aber durch die Gedanken ging ist, wieso ich mich wegen solchen Zwischenfällen nieder mache? Anscheinend war es einfach mal wieder Zeit für eine Zwangspause durch das liebe Universum..

 

Nun, knapp zwei Wochen später und schon im neuen Monat, ist meine Routine immer noch nicht wieder da! Jetzt habe ich aber keinen Trost (ergo: Ausrede) und fange an mich wieder für unfähig zu halten. Was mich aber umso wütender macht! Sowas dummes! Da hab ich schon einen kleinen Zwischenfall und komme nicht auf die Idee, es doch einfach ruhiger anzugehen!

 

Eine Sache die ich über mich gelernt habe, ist definitiv, dass Multitasking nichts für mich ist. Wenn, dann muss ich es nach und nach aufbauen. Am Besten so, dass die erste Routine schon Gewohnheit ist. Aber sicherlich kennst du die Situation: sich selbst vor Augen zu halten "wie scheiße man doch ist", "wieso man tausende Anläufe braucht", "wieso man nicht einmal eine Routine durchziehen kann?!".

Diese sehr aufbauenden Selbstgespräche tauchen sofort auf! 


Das hat ein Ende. Negativität kann man nicht zu 100% aus dem Leben streichen. Generell bin ich aber auch überzeugt, dass es so ganz ohne nicht wirklich gesund wäre. Momentan lese ich wieder etwas mehr und halte mir, mit dem ein oder anderem Input vor Augen, dass wir immer eine Wahl haben! Uns alle trifft etwas negatives oder sogar prägendes. Der Unterschied ist aber der, wie man damit umgeht. Zugegeben muss ich selbst daran arbeiten den Umgang mit so einer Situation intuitiv positiver werden, anstatt mich runterziehen, zu lassen. 

Je nach dem was geschieht, verurteile ich mich nicht, wenn ich mich vom "down sein" auch mal leiten lasse.  Im Gegenteil, ich gebe mir die Zeit das Ganze zu verarbeiten!

Jedoch ist in diesen kleinen Zwischenfällen mein Ehrgeiz so schnell gekränkt, dass ich unterbewusst komplett dicht mache, so nach dem Motto: "jetzt erst recht nicht mehr". Kennst du das vielleicht auch? Das schadet aber niemanden, außer mir und den aktuellen Zielen!

Es interessiert den Schweinehund nicht, wenn die Ziele aus trotz nicht verfolgt werden. Er ist sofort an Ort und Stelle um sich im Schlamm der Negatitivität zu suhlen und um den Schlamm weiter auszubreiten, bis man nicht mehr rauskommt. (tolles Bild, was im Kopf zusammenkommt, oder? :D)

 

Wie schlimm wäre es, wenn so eine simple Kurzschlussreaktion den Schweinehund dauerhaft zum Bleiben animieren würde?! Nutzen wir lieber diesen falschen Trotz und wandeln ihn in neue Energie um! Wir wären doch permanent motiviert, wenn das die Kurzschlussreaktion wäre. Oder sehe ich das falsch?! 

 

Jedenfalls wird das eine neue Challenge an mein Unterbewusstsein: Erkenne den Trotz (oben "Schweinehund" genannt) und wandele ihn um.


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